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Meine Bücher befassen sich mit Kunst, Pop- und Digitalkultur und ihren gesellschaftlichen Dynamiken. Hier finden Sie einen Überblick über meine bisherigen Veröffentlichungen und die zentralen Themen meiner Arbeit.

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Hyperreaktiv

Ob wir teilen, zitieren, kommentieren oder löschen: Reaktionen sind im Netz längst keine beiläufigen Gesten mehr. Sie entscheiden über Sichtbarkeit, Eskalation, Bedeutung; sind politisch, strategisch, manchmal zerstörerisch. „Hyperreaktiv“ zeigt, wie die Sozialen Medien uns zu Turbo-Interpreten gemacht haben, zu Akteuren in einem Kulturkampf, in dem jedes Wort, jede Geste, jedes Meme zur Projektionsfläche wird.

Ein persönlicher, scharfsinniger und dringlicher Blick auf die Diskursmacht der User – und die Verantwortung, die wir oft nicht wahrhaben wollen.

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Cuteness

Niedliche Kunst? Das galt lange als Widerspruch in sich. Kunst konnte vieles sein – aber gewiss nicht süß. Wahrend durch Readymades, Pop Art oder Appropriation Art andere Motive der Konsum- und Populärkultur selbstverständlich aufgegriffen wurden, blieb „Cuteness“ lange eines der letzten Tabus in der Bildenden Kunst. Doch durch Globalisierung und Soziale Medien werden etablierte Kunstvorstellungen und Werkformen immer wieder herausgefordert – so auch, indem das Niedliche in den Bereich der Bildenden Kunst vordringt. Wie sieht eine kritische, affirmative oder provokative künstlerische Auseinandersetzung mit Niedlichkeit aus? 

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Kein schöner Land

Nach einem gemeinsamen Ausflug an die Isar fassen vier Frauen und vier Männer den Entschluss, die deutsche Gegenwartskultur auf den Prüfstand zu stellen. Sie sind Experten für Mode, Literatur und Kunst, für Theater, Essen und Musik, für die Politik, für Film und Fernsehen. Sie sind die unabhängigen Geister, die hierzulande so dringend gebraucht werden - und so selten geachtet. Herausgekommen ist eine genauso unterhaltsame wie kontroverse Gegenwartsdiagnose, die es so noch nicht gegeben hat. Acht kritische Perspektiven auf ein Land an der Schwelle zu den neuen Zwanzigern: Kein schöner Land ist ein Bootcamp gegen die geistige Trägheit - und ein Ausbruch aus der deutschen Bequemlichkeit. 

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Einhörner

Einhörner? Einhörner! An kaum einem anderen Phänomen lässt sich die Geschichte des Internets der letzten 20 Jahre so gut nachvollziehen: von queeren Freiräumen und Start-up-Kultur bis hin zum rechten ›vibe shift‹.

Wie wurde ein Fabelwesen zur Ikone der digitalen Gegenwart und zur Projektionsfläche kulturkonservativer Ängste? 

Annekathrin Kohout macht sich auf den Weg nach Candy Mountain, erkundet mit Erasure-Soundtrack die quietschbunte Internetkultur der Millenials und das Einhorn als Konsumphänomen – und landet am Ende im Silicon Valley, wo Investoren das nächste milliardenschwere »Unicorn-Start-up« suchen.

Ein Essay über die wechselnden Aneignungen des Einhorns – und was sie über die Transformation der digitalen Gesellschaft erzählen.

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K-Pop

Das „K“ in „K-Pop“ steht nicht einfach für „koreanisch“. Es ist ein Branding, ein Corporate Design, ja ein globaler ästhetischer Trend. Neben K-Popmusik und K-Dramen formieren auch Food-, Mode- und Beauty-Produkte die sogenannte Hallyu („Koreanische Welle“). Wie es Hollywood nicht ohne das Kino gegeben hätte, ist K-Pop ohne Soziale Medien undenkbar. An die Stelle glamouröser Stars und kreischender Fans treten smarte, gut vernetzte Akteure. Doch in die Begeisterung mischen sich auch kritische Stimmen. Die dahinterstehende Industrie und die transportierten Rollenbilder provozieren zunehmend kontroverse interkulturelle Diskurse.

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Nerds

Nerds – das sind ungepflegte junge Männer in Holzfällerhemd, Hochwasserhose und Hornbrille, die sich für Computer interessieren und bei Frauen nicht sonderlich beliebt sind. Oder? Annekathrin Kohout zeichnet in ihrem Buch eine viel facettenreichere Geschichte nach. Sie führt vom spießigen Streber über den genialen Computerfreak bis hin zum Alten Weißen Mann. Dadurch gelingt ihr ein rasanter Ritt durch die Populärkultur und das Zeitalter der Informationsgesellschaft. 

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POP

Popkultur verbindet Generationen. Diese großformatige visuelle Reise durch 100 Jahre Zeitgeist erweckt ikonische Figuren, Objekte, Mode, Musik, Design und Alltagsmomente in detailreichen Panoramen zum Leben. Jedes Jahrzehnt erhält durch eine andere Illustratorin oder einen anderen Illustrator eine unverwechselbare Bildsprache. Begleitende Themenseiten erzählen die Geschichten hinter den Bildern und laden Groß und Klein dazu ein, immer wieder Neues zu entdecken. Mit Marieme Ba, Anne-Sophie Engelhardt, Juliane Filep, David Huang, Stefānija Janovska, Vivi John, Yayo Kawamura, Laura Page, Pauline Pete, Moritz Wienert. Für Kinder ab 5 Jahre und Erwachsene.

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Schöne Neue Kunstwelt

Kunst, die Klicks generiert. Karrieren, die von Followerzahlen abhängen. Kritiker*innen, die lieber Memes teilen als Thesen. Direktor*innen, die politische Aussagen scheuen, um Shitstorms zu vermeiden. Willkommen in der schönen neuen Kunstwelt! 

Die Sozialen Medien haben den Kunstbetrieb auf den Kopf gestellt. Sie fordern herrschende Werkbegriffe heraus und dringen tief in die Infrastrukturen eines Feldes ein, in dem es neben der Kunst immer auch um das Who is Who ging. Neue Formen der Partizipation und Demokratisierung stellen traditionelle Gatekeeper infrage. Die Grenze zwischen künstlerischer Praxis und Personal Branding verschwimmt. Influencer-Logiken durchdringen Schaffensprozesse, Galerien und Museen. Kunst wird populär.

(Zusammen mit Wolfgang Ullrich)

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Ostflimmern

Plattenbauviertel, unkenntlich gemachte Denkmäler und Billig-Discounter: Die Fotografien von Philipp Baumgarten haben ein Dutzend namhafte Autorinnen und Autoren dazu inspiriert, ihre Erfahrungen in der Nachwendezeit zu beschreiben. Ihre Stimmen geben Einblick in eine Generation, deren ostdeutscher Hintergrund oft wie ein Phantomschmerz erscheint und im Spiegel des „westdeutschen Blicks“ bis heute präsent ist. Als Kinder der 1990er Jahre, geprägt von Industriebrachen einerseits und US-amerikanischer Popkultur sowie der globalen Digitalmoderne andererseits, betrachten sie kritisch, aber auch mit Nachsicht ihre Kindheit und die Zeit seit der Wiedervereinigung. 

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Netzfeminismus

Rosafarbene Slips, babyblau gefärbtes Achselhaar, Schmollmünder auf Selfies: Was sich nach Männerphantasien anhört, ist bei Netzkünstlerinnen feministisches Statement. Sie betreten damit den Kampfplatz um das »richtige« Bild der Frau, das in den Sozialen Medien nicht nur metaphorisch zur Debatte steht. Handelt eine Frau emanzipatorisch, wenn sie sich beim Stillen zeigt – oder reduziert sie damit sich selbst und andere Frauen auf die Mutterrolle? Bestätigt ein »Girl Power«-T-Shirt die Rolle des naiven kleinen Mädchens – oder stellt es sie infrage?

Annekathrin Kohout hat eine ebenso kurze wie prägnante Kultur- und Diskursgeschichte der weiblichen Bildpolitik verfasst.

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