Hyperpersonalisierung
aus: POP. Kultur und Kritik, Heft 1/2026
1,3 Millionen KI-Videos für 1,3 Millionen Kund:innen – und bald Werbung, Musik und Nachrichten, die im Moment des Ansehens entstehen und danach wieder verschwinden. In meinem neuen Essay für POP stelle ich das Marketing-Zauberwort „Hyperpersonalisierung“ in eine längere Diskursgeschichte: vom „Lagerfeuer der Nation“ über Andersons Long Tail bis zu Parisers Filterblase.
Aber warum fühlt sich maximal personalisierte Kultur eigentlich so einheitlich an? Meine Antwort: Der Algorithmus sortiert zwar für jeden anders, aber nach denselben Kriterien – und ohne gemeinsamen Bezugspunkt verliert die Abweichung ihre Kontur. Man ist nicht mehr anders als die anderen, man ist einfach woanders. Herauskommt keine Einzigartigkeit, sondern Variationen.




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